Unterschätzte Probleme im Sexualleben bei Frauen mit Herzfehlern

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Ein erfülltes Sexualleben kann wesentlich zur Lebensqualität beitragen. Welchen Einfluss ein angeborener Herzfehler auf die Sexualität bei Frauen hat, wurde von einem Forscherteam des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler untersucht. In ihrer Studie mit 536 Frauen kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Rolle des Herzfehlers für das Sexualleben betroffener Frauen bisher unterschätzt wurde.
Frauen mit schweren angeborenen Herzfehlern und Frauen mit zyanotischen Herzfehlern erleben ihr erstes Mal mit durchschnittlich 18 Jahren und damit nicht wesentlich später als die Allgemeinbevölkerung (17,5 Jahre). Neun Prozent der befragten Frauen klagten über körperliche Beschwerden vor, während oder nach dem Geschlechtsverkehr, die im Zusammenhang mit ihrem Herzfehler stehen. Frauen mit schweren Herzfehlern, einer stärkeren körperlichen Beeinträchtigung durch den Herzfehler sowie Patientinnen mit zyanotischen Herzfehlern berichteten deutlich häufiger von Problemen wie Atemnot, Erschöpfung und Rhythmusstörungen während sexueller Aktivität.
Für Betroffene ist es besonders wichtig, sich umfassend und vorurteilsfrei über diese Themen informieren zu können. Deshalb fordern die Forscher eine stärkere Berücksichtigung der sexuellen Gesundheit in der Patientinnen-Beratung.


