Diagnose hat kaum Einfluss auf das psychische Wohlbefinden
In einer Studie zur Lebensqualität bei Menschen mit angeborenem Herzfehler wurde der Zusammenhang zwischen dem Schweregrad des Herzfehlers und der Lebensqualität untersucht. 676 Erwachsene über 18 Jahren beantworteten einen Fragebogen. Menschen mit leichtem Herzfehler empfinden ihre Lebensqualität fast genauso gut wie gesunde Menschen. Mit mittelschwerem oder schwerem Herzfehlern leidet die Lebensqualität aus Sicht der befragten Patienten.
Interessanterweise haben soziodemografische Faktoren wie Bildung, Beschäftigungssituation oder private Beziehungen einen erheblichen Einfluss, wie zufrieden jemand mit seinem Leben oder seiner Gesundheit ist. Unabhängig vom Herzfehler steigert ein hoher Bildungsgrad und das Leben in einer Partnerschaft die Lebensqualität erheblich. Arbeitslosigkeit hingegen hat einen negativen Einfluss.
Ein medizinischer Faktor beeinflusst die Lebensqualität besonders negativ: Leidet ein Patient an einer Zyanose, hat das einen starke Auswirkung auf das körperliche, soziale und emotionale Wohlbefinden.

- Menschen mit einer höheren Bildung sind zufriedener mit ihrer Gesundheit. Arbeitslose hingegen sind unzufriedener.

- Lebt jemand in einer Beziehung oder hat eine höhere Bildung, ist er zufriedener mit seinem Leben.


