Angeborene Herzfehler vor der Geburt zu selten erkannt

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Obwohl in Deutschland fast alle schwangeren Frauen auf Organfehlbildungen des ungeborenen Kindes untersucht werden, werden angeborene Herzfehler überdurchschnittlich häufig nicht erkannt. Das zeigt die bundesweite PAN-Studie, in der zwischen 2006 und 2009 alle Neugeborenen mit einem Herzfehler erfasst wurden.

Eine verspätete Diagnosestellung kann bei einigen Herzfehlern zu irreparablen Hirn- und Nierenschäden führen. „Deshalb ist die pränatale Diagnosestellung bei mittelschweren und schweren Herzfehlern von enormer Bedeutung für die Gesundheit des Kindes und für die Planung der Korrekturoperation“, erläutert Prof. Dr. Hashim Abdul-Khaliq, Sprecher des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler. Das frühzeitige Erkennen des Herzfehlers hat einen entscheidenden Einfluss auf das Operationsergebnis und den langfristigen Krankheitsverlauf. Experten fordern deshalb ein einheitliches Früherkennungsprogramm.

Autor(en): Wiebke Lesch
Letzte Aktualisierung: 2010-12-21