Glossar

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Kammerflattern
-

Schwerwiegende Herzrhythmusstörung mit einer regelmäßigen Tachykardie, meist mit einer Frequenz von 200 - 300 pro Minute, von einer Herzkammer ausgehend. Übergang in Kammerflimmern möglich.

Kammerflimmern
-

Lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, die zu ungeordneter Muskeltätigkeit der Herzkammern und funktonellem Kreislaufstillsltand führt.

Kardiogener Schock
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Zusammenbruch des Kreislaufsystems durch Pumpversagen des Herzens, z.B. nach Herzinfarkt.

Kardiomegalie
-

Übermäßige Herzvergrößerung.

Kardiomyopathie
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(Meist) chronische Erkrankung des Herzmuskels; ohne  Herzdurchblutungsstörung oder Klappenfehler; führt zu Schwächung der Pumpfunktion. Man unterscheidet:

1. hypertrophe (obstruktive) K., mit Verdickung der Herzmuskulatur einhergehend

2. dilatative K., mit Erweiterung der Herzkammern einhergehend

3. restriktive K., mit Verkleinerung des Innenraums der Herzkammern durch Auflagerungen auf das Myokard

Kardioplegie
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Künstlich eingeleiteter Herzstillstand bei Operationen am offenen Herzen durch Infusion kalter spezieller Lösung.

Kardiovaskulär
-

Herz und Gefäße betreffend.

Kardioversion
-

Siehe Defibrillation.

Karditis
-

Entzündliche Erkrankung des Herzens

Karotis
Arteria carotis

Halsschlagader.

Katarakt
Grauer Star

Deckkraft / Trübung der Linse des Auges.

Katheter
-

Dünner Plastikschlauch zum Einführen in Hohlorgane oder Gefäße, z.B. Herzkatheteruntersuchung.

Katheterisierung
-

Z.B. Einführen eines Herzkatheters.

Kava-Katheter
zentraler Venen-Katheter ZVK

Herzkatheter, der über verschiedene Punktionsstellen in die Vena cava eingeführt werden kann. Dient der Messung von Druckverhältnissen und der Gabe von bestimmten Medikamenten (z.B. Antibiotika, künstliche Ernährung).

Kawasaki-Syndrom
-

Hochentzündliche Erkrankung; Hauptproblem ist die Bildung von Aussackungen (Aneurysmen) in den Herzkranzgefäßen.

Keloid
-

Wulstnarbe, Wucherung des Narbengewebes.

Kent-Bündel
-

Akzessorische, d. h. zusätzliche Leitungsbahn im Reizleitungssystem des Herzens. Befindet sich zwischen Vorhöfen und Kammern, führt zur vorzeitigen Erregung (Präexzitation, WPW-Syndrom).

Kernspintomographie
Magnetresonanztomographie MRT

Diagnoseverfahren mit Magnetfeldern ohne Einsatz von Röntgenstrahlen. Liefert Bilddarstellungen von Organen und Körperstrukturen.

Kinking
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Abknicken, z. B. der Lungenschlagader, des Aortenbogens, des Homografts.

Klappeninsuffizienz
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Undichtigkeit einer Herzklappe, z. B. bei defekten Taschen- oder Klappensegeln.

Klappenstenose
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Verengung einer Herzklappe, z.B. Aortenstenose.

Kollateralen
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Kleine Blutgefäße, die neben dem Hauptgefäß dasselbe Versorgungsgebiet erreichen, so dass bei Unterbrechung des Hauptgefäßes die Blutversorgung gewährleistet bleibt (Kollateralkreislauf = Umgehungskreislauf).

Kommissur
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Linien, an denen sich die Taschen oder Segel der Herzklappen bei Klappenschluss aneinanderlegen.

Kommissurotomie
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Operative Trennung der Kommissuren der Herzklappen bei angeborener oder erworbener Verwachsung.

Kompletter AV-Kanal
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Gemeinsames Loch im Bereich der Scheidewände von Vorhöfen und Herzkammern und (unterschiedliche) Fehlbildung der Klappen zwischen Vorhöfen und Herzkammern.

Komplexer Herzfehler
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Herzfehler, der aus einer Kombination von verschiedenen Fehlbildungen von Herz und/oder Gefäßen besteht.

Konnektion
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Verbindung, z.B. zwischen Vorhof und Herzkammer (=atrioventrikulär) oder zwischen Herzkammer und Arterie (=ventrikuloarteriell).

konotrunkal/conotruncal
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Die Region der Ausflussbahn der Herzkammern betreffend.

konotrunkale Defekte
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Herzfehler im Bereich des rechten oder linken Ausflusstraktes sowie der großen Arterien, z. B. unterbrochener Aortenbogen, truncus arteriosus communis, Fallotsche Tetralogie, DORV, Pulmonalatresie mit VSD.

Kontraktilität
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Fähigkeit (des Herzmuskels), sich zusammenzuziehen.

Kontraktion
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Zusammenziehen eines Muskels, z.B. Herzmuskel.

Koronararterien /Koronargefäße
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Herzkranzgefäße, rechte und linke K. (mit Ästen).

Korrektur/korrigierende Operation
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Operation, bei der im Gegensatz zur Palliativ-Operation, Verhältnisse wie beim gesunden Herzen geschaffen werden.

Kreislauftrennung
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Trennung von Lungen- (= Pulmonal-) Kreislauf und Körper- (= System-) Kreislauf, Ziel einer definitiven Korrekturoperation bei komplexen angeborenen Herzfehlern.

Körperkreislauf
Systemkreislauf, großer Kreislauf

Die linke Herzkammer pumpt das sauerstoffreiche Blut mit hohem Druck über die Aorta in den großen Körperkreislauf.

Autor(en): Kinderherzstiftung, Prof. Dr. Elisabeth Sticker, Hermine Nock
Letzte Aktualisierung: 2009-04-28